Pilotenkurs III / MMVII

1 Jahr in der Arbeitswelt

March 9th, 2010

Bereits ist das erste erlebnisreiche Arbeitsjahr vorbei und wir können auf tolle und schöne Erlebnisse im Job zurückblicken. Hier ein paar Impressionen aus dem Alltag der Pilotenklasse 3/07 bei Swiss International Air Lines.

Schlussspurt

December 18th, 2008

Soviel sei schon einmal vorweg genommen – Es ist geschafft! Die theoretischen ATP-Prüfungen sind erfolgreich überstanden!

Aber der Reihe nach: Bevor wir am 5. November (unserem letzten offiziellen Schultag an der SAT) erneut in die diesmal knapp vierwöchigen Lernferien entlassen wurden, standen noch ein paar letzte Programmpunkte für uns auf dem Stundenplan. Zunächst galt es noch, die Fächer Flight Planning und Operational Procedures abzuschließen. In Flight Planning rechneten wir noch die letzten, exemplarischen Flugpläne wie z.B. von Zürich nach Anchorage fertig während wir uns in Operational Procedures noch mit Themen wie dem Luftraum über dem Nordatlantik oder der Frage nach der korrekten Anzahl Feuerlöscher für Flugzeug mit einer Sitzplatzkapazität von 401 beschäftigten. Des Weiteren gab es noch einen kurzen Exkurs in die Thematik von Freight and Mail bzw. Dangerous Goods, in dem uns durch eine Mitarbeiterin der Swiss World Cargo anschaulich demonstriert wurde, was wir später im Flieger alles transportieren werden oder besser gesagt: Wir wissen sollten, was wir da eigentlich zum Teil transportieren.

Bevor wir aber endgültig entlassen wurden gab es – natürlich – noch den ein oder anderen Progress Test zu bearbeiten, bei dem die einen in ihrem Lernfortschritt bestätigt, die anderen aber relativ hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurden (vier Wochen können einem dann ganz schnell sehr kurz vorkommen). Ab dann galt es – knapp vier Wochen Zeit, sich den Stoff aus acht Fächern prüfungsgerecht anzueignen. In der Hitze des Gefechts entstand dabei eine virtuelle Lerngruppe, in der etliche Fragen bis in kleinste Detail und bis spät in die Nacht hinein immer und immer wieder diskutiert wurden. Die Quintessenz aus der Gruppendiskussion: Die grün-hinterlegten Antworten sind richtig, die rot-hinterlegten falsch  und das System irrt sich nie (auch wenn man es besser weiß)! Nachdem sich jeder von uns über vier Wochen hinweg die ein oder andere Nacht um die Ohren geschlagen hatte, wurde es  für die ersten von uns am 1. Dezember um 09:00 Uhr Ortszeit in Bern ernst. Genauer gesagt führte uns unser Weg erneut ins schöne Ittigen bei Bern zur theoretischen ATPL-Prüfung nach JAR-FCL beim Bundesamt für Zivile Luftfahrt (BAZL). Die schillernde Metropole Ittigen kennt und findet nun wirklich jeder, dennoch brachte es ein Schüler fertig, sich trotz GPS im Auto ein wenig zu verfahren und etwas unter Zeitdruck zu geraten. Selbst als er sein Ziel (ein Parkhaus im Zentrum von Ittigen) erreicht hatte und er abgehetzt die Einheimischen nach dem Fußweg zum BAZL fragte, waren die Auskünfte wenig hilfreich („Sie suchen was?“) – wahr – scheinlich stieß er durch Zufall auf erst kürzlich Zugezogene. Es sei aber angemerkt, daß dieser Schüler dann doch noch das BAZL gefunden hat und nur mit einer kleinen Verspätung seine Prüfung beginnen konnte.

Der gesamte PK 3/07 war von den Prüfungsterminen her über die gesamte Woche vom 1. bis zum 5. Dezember verteilt. Während die erste Gruppe bereits am Dienstag fertig war, traten die anderen erst am Mittwoch bzw. Donnerstag in Bern an. Am Freitagnachmittag konnten dann aber auch die letzten aus unserer Klasse Ittigen erhobenen Hauptes verlassen und in ihr – seit langem – erstes, wirklich freies Wochenende starten.

Am darauffolgenden Montag, dem 8. Dezember lud die Swiss-Aviation-Training alle Kursteilnehmer zum offiziellen Abschlußessen im Hotel Frohsinn in Glattbrugg ein. Es war ein wirklich sehr schöner und gelungener Abend, bei dem sich nach fast zweijähriger Ausbildung wahrscheinlich ein letztes Mal die gesamte Klasse, die Schulleitung, Administration und einige Instruktoren zusammenfanden. Im Namen des gesamten PK 3/07 an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön!

Die theoretische und praktische Ausbildung sowie die theoretische Abschlußprüfung liegen nun hinter uns. Man kann sagen, die Pflicht haben wir erfüllt – jetzt kommt die Kür. Am 5. Januar 2009 beginnen wir mit dem MCC-Kurs auf dem A320 Simulator (A330 Simulator), dem wir alle schon entgegen fiebern. Letztendlich liegt nun das, worauf jeder Einzelne von uns während der letzten zwei Jahre hart hingearbeitet hat, in greifbarer Nähe – sich den Traum vom Fliegen zu erfüllen!

Zum Abschluß möchte ich mich noch einmal in aller Form bei meinen 16 Kollegen für die unvergeßliche Zeit während dieser Ausbildung bedanken. Ich wünsche euch allen und euren Familien ein frohes Weihnachtsfest, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue (und ich denke, wir dürfen das jetzt so sagen…) unser Jahr 2009!

-Albrecht (Class speaker of PK 3/07)

Woche 42

October 19th, 2008


Die Woche vom Montag 12.10. bis Freitag 17.10.08 war eine Halbtags-Theoriewoche, gespickt mit 2 Progress-Checks. Dies hatte zur Folge, dass nach Schulschluss um die Mittagszeit die fleissigen Schüler nach Hause eilten, um der schon fast an Sucht grenzenden Freizeitbeschäftigung zu frönen, nämlich BAK-Fragen lösen. Manchen hats geholfen, Manchen aber auch nicht so sehr!
Des Weiteren wurden einige sehr interessante Vorträge im Gebiet Air Law gehalten. Natürlich hat uns auch Bruno wieder mal gefordert, was aber nichts am Bestand gewisser roter Waldbewohner zu ändern vermochte!
Die Flugplanung war zwar äusserst interessant, wurde jedoch ein wenig in den Hintergrund gedrängt, da sich die Meisten wohl mit den Luftgesetzten abmühten. So kam es dann auch, dass einige Schüler planlos im Skript rumblätterten, während Bruno geduldig die Antwort seiner Frage abwartete – nach fünf Minuten wars dann doch etwas zu lang und ein Verweis auf die entsprechende Seite erfolgte prompt.
Nun bringen wir noch die drei letzten Schulwochen hinter uns, bevor wir dann endgültig in die Bücher abtauchen um im Dezember hoffentlich alle wie Phönix aus der Asche aufzuerstehen.

 

– Carlo

Woche 37 – 38

September 20th, 2008

Begonnen haben die letzten zwei Wochen der Phase T4a mit einem ganzen Tag „Emergency Equipment“. Uns wurde gezeigt, wie man einem Kleinkind eine Schwimmweste anzieht (auch wenn es nachher kopfüber im Wasser schwimmt), welche Arten von Sauerstoffmasken in einem modernen Flugzeug vorhanden sind und schliesslich wurde uns auch erklärt, weshalb es eine Axt in einem Flugzeug braucht (natürlich um Terroristen zu bekämpfen, oder so…). Am Ende dieses Tages durften wir uns dann aus einem Cockpit abseilen und die Notrutschen eines Airbus A330 ausprobieren. Um ein Haar hätte unsere Klasse den Verlust eines Schülers zu beklagen gehabt, denn zwei Nachwuchspiloten mussten feststellen: Je Masse, desto schnell. Diese Erkenntnis war dann auch der Grund, weshalb ich mich nur einmal auf die Rutsche gewagt habe. Entweder man treibt Sport, oder bleibt gesund.
Der Rest dieser zwei Wochen war vor allem davon geprägt, dass wir in vier Fächern die letzten Lektionen geniessen durften. Die einen Instruktoren hatten ein vollbepacktes Programm bis zum Schluss, die Anderen liessen uns teilweise früher als vorgesehen nach Hause gehen. Es fand sogar ein Brunch statt, um die letzte Lektion in Meteorology zu zelebrieren.
Auffallend an den letzten zwei Wochen war, dass sich jeder für die bevorstehenden Prüfungen vorbereitete. Am vergangenen Donnerstag fanden dann die Progress Tests statt. Für die Einen gab es Entwarnung bezüglich des Vorbereitungsstandes, Anderen wurde aufgezeigt, dass die Zeit bis zu den BAZL-Prüfungen Ende September, bzw. Anfangs Oktober wohl nicht als Ferien bezeichnet werden können.
Am Freitag hatten wir das letzte Mal Principles of Flight. Auch diesen Lektionen merkte man an, dass es die letzten waren. Ich wusste gar nicht, dass ein Beamer ein derart scharfes Bild projizieren kann…
Ich wünsche Allen angenehme und produktive Lernferien und schliesslich viel Erfolg für die ersten Abschlussprüfungen!

– Ivo

Nun noch ein Aufruf in eigener Sache: Im T3 haben wir anlässlich unserer Wochenberichte Sprüche von einem ganz bestimmten Instruktor veröffentlicht. Darauf hin mussten wir feststellen, dass jeder Spruch, den wir publiziert hatten, im Klassenrahmen nicht mehr zu hören war. Im Oktober und November findet unsere letzte Theoriephase an der SAT statt, und wir haben auch wieder bei dem besagten Lehrer Schule. Bitte Bruno, deine Sprüche sind ein „Möst“, unterdrück sie nicht länger! Ich verspreche dir, dass wir diese nicht mehr veröffentlichen!

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